Auf einen Blick
A, AAAA und MX erfüllen verschiedene Aufgaben. So liest du deine Einträge.
Wer die verbindliche Antwort gibt
Für eine Domain gibt es zuständige, sogenannte autoritative Nameserver. Sie halten die maßgeblichen DNS-Einträge bereit. Ein Resolver, etwa beim Internetzugang oder einem DNS-Dienst, fragt diese Informationen ab und kann sie vorübergehend speichern. Dein Browser arbeitet häufig mit solchen zwischengespeicherten Antworten. Deshalb sehen nicht immer alle Geräte im selben Moment dieselbe Änderung.
Die wirksame Verwaltung liegt dort, wo die zuständigen Nameserver versorgt werden. Ein DNS-Editor im Hostingpanel ist nur dann maßgeblich, wenn diese Zone tatsächlich verwendet wird. Schau daher zuerst nach, welche Nameserver für die Domain eingetragen sind. Das verhindert Änderungen an einer Zone, die öffentlich überhaupt keine Wirkung hat.
Websiteadressen: A und AAAA
Ein A-Eintrag ordnet einem Namen eine IPv4-Adresse zu. Ein AAAA-Eintrag enthält eine IPv6-Adresse. Beide können nebeneinander bestehen, führen aber zu unterschiedlichen Verbindungswegen. Die Adressen müssen zu Systemen gehören, auf denen deine Website mit passender Domain und HTTPS funktioniert. Ein vorhandener A-Eintrag beweist daher nicht, dass auch IPv6 korrekt eingerichtet ist.
Prüfe Hauptdomain und www getrennt. Sie sind verschiedene Namen, selbst wenn später einer zur anderen Adresse weiterleitet. Trage keine IPv6-Adresse ein, nur weil der Server grundsätzlich IPv6 besitzt. Erst die konkrete Hostingzuordnung und ein echter Verbindungstest zeigen, ob die Website über diese Adresse erreichbar ist. Im Ratgeber HTTPS einrichten kommt die Zertifikatsprüfung dazu.
E-Mail und zusätzliche Nachweise
Weitere Spalten: Die Tabelle lässt sich seitlich scrollen.
| Eintrag | Typische Aufgabe |
|---|---|
| A | Name führt zu einer IPv4-Adresse |
| AAAA | Name führt zu einer IPv6-Adresse |
| MX | Empfangender Mailserver für die Domain |
| TXT | Textinformationen, etwa Dienstnachweise oder SPF |
| CNAME | Ein Name verweist auf einen anderen Namen |
Die Dokumentation zu DNS-Eintragstypen erklärt diese Aufgaben ausführlicher. Die Liste ist ein Einstieg, kein Ersatz für die Vorgaben deines konkreten Dienstes.
Eine Änderung des Websiteziels muss die MX-Einträge nicht betreffen. Auch TXT-Einträge solltest du nicht pauschal löschen: Ein vermeintlich fremder Text kann für den Versanddienst oder eine Eigentumsbestätigung benötigt werden.
TTL als Lebensdauer einer Cacheantwort
Die TTL gibt an, wie lange ein DNS-Datensatz zwischengespeichert werden darf. Wenn du sie heute verringerst, verschwinden alte Antworten mit der vorherigen längeren TTL nicht sofort. Für einen geplanten Wechsel muss die Vorbereitung deshalb früh genug erfolgen. Eine kurze TTL kann die Übergangsphase erleichtern, macht sie aber nicht zu einer überall gleichzeitig sichtbaren Umschaltung.
Auch fehlende Antworten können zwischengespeichert werden. Wenn ein neuer Name eben erst eingerichtet wurde, kann ein zuvor getestetes Gerät noch eine ältere negative Antwort verwenden. Vergleiche deshalb die autoritative Antwort mit der deines Resolvers. Der Leitfaden DNS-Wechsel planen erklärt, wie du diese Unterschiede in einen Umzugsplan aufnimmst.
Eine Änderung mit Rückweg durchführen
Sichere vor einer Änderung den bisherigen Eintrag mit Name, Typ, Wert und TTL. Notiere außerdem, warum du ihn ändern möchtest und welches Ergebnis erwartet wird. Dann bearbeitest du genau den betroffenen Eintrag. Vermeide es, gleichzeitig die Nameserver, Websiteadressen und Mailziele zu wechseln, wenn dafür kein abgestimmter Plan existiert.
Nach dem Speichern prüfst du zuerst die zuständigen Nameserver, anschließend die normale Namensauflösung und schließlich den tatsächlichen Dienst. Ein korrekt aufgelöster Name bedeutet noch nicht, dass die Website antwortet oder dass ein Postfach existiert. Bewahre den alten Wert auf, bis die neue Einrichtung vollständig kontrolliert wurde. DNS ist dabei ein Wegweiser, kein Gesundheitsnachweis des Ziels.
Wann du Unterstützung hinzuziehst
Bei einem einzelnen A-Eintrag ist die Aufgabe oft überschaubar. Wenn DNSSEC, mehrere Versanddienste, Subdomains oder externe Anwendungen beteiligt sind, kann eine Änderung zusätzliche Abhängigkeiten haben. Schicke dem zuständigen Support dann eine genaue Beschreibung des gewünschten Dienstes und der bisherigen Werte. Zugangsdaten oder geheime Verifizierungscodes gehören nicht in öffentliche Foren.
Unser Ratgeber E-Mail und Website hilft dir, Mailabhängigkeiten zu erkennen. Für größere Setups ist auch die organisatorische Zuständigkeit wichtig: Wer darf Einträge ändern, wer prüft das Ergebnis und wer informiert betroffene Personen? Eine kleine nachvollziehbare Änderung mit einer verantwortlichen Stelle lässt sich deutlich besser betreiben als ein unkommentierter Satz neuer Einträge.
Kurz gefragt
Deine Aufgaben
Nur was du selbst erledigt hast, zählt. Deine Auswahl bleibt auf diesem Gerät. So funktioniert die Speicherung.
0 von 4 Aufgaben erledigt
Quellen und Stand
Quellen geprüft am 7. Oktober 2026. Technische Beispiele erklären Zusammenhänge; sie ersetzen die Prüfung der eigenen Umgebung nicht.
