Auf einen Blick

Ein Websitewechsel muss deine Postfächer nicht verändern.

Empfang und Website folgen anderen Wegen

Die Website wird meist über A- und AAAA-Einträge erreicht. Der Empfang von Nachrichten wird über MX-Einträge der Domain gelenkt. Deshalb kann deine Website bei einem neuen Hostinganbieter liegen, während deine Postfächer beim bisherigen Maildienst bleiben. Auch ein Kundenkonto, das beide Dienste bündelt, ändert diese technische Trennung nicht.

Zeichne für deine Domain zwei Zeilen: Websiteziel und Mailziel. Ergänze, wo die DNS-Einträge gepflegt werden und welche Person die jeweiligen Konten verwaltet. Im Ratgeber DNS verstehen lernst du die Eintragstypen kennen. Ändere bei einer Websiteeinrichtung die Mailziele nur, wenn ein geplanter Mailwechsel tatsächlich Teil der Aufgabe ist.

Ein Postfach ist mehr als eine Adresse

Eine Mailadresse kann zu einem echten Postfach, einem Alias oder einer Weiterleitung gehören. Ein Alias liefert normalerweise an ein vorhandenes Ziel, während ein Postfach eigene Nachrichten speichern kann. Prüfe bei der Einrichtung, welche Form du brauchst und welche Funktion der konkrete Anbieter unter seinen Begriffen versteht.

Für jede wichtige Adresse solltest du wissen, wer sie nutzt und wie auf sie zugegriffen wird. Eine allgemeine Kontaktadresse kann mehrere Personen betreffen. Kläre dann Rechte und Vertretung, statt das Passwort unkontrolliert weiterzugeben. Halte auch Weiterleitungen, automatische Antworten und Speicherbelegung fest. Diese Einstellungen werden bei einem späteren Wechsel leicht übersehen, obwohl sie den täglichen Ablauf beeinflussen.

Versand ist eine eigene Einrichtung

Der Versand erfolgt über den dafür vorgesehenen Maildienst. Dein Mailprogramm benötigt dessen bestätigten Servernamen und die passenden Verbindungseinstellungen. Beim TLS-Zertifikat muss der verwendete Name zur geschützten Verbindung passen. Eine Warnung wird nicht sinnvoll behoben, indem du die Prüfung im Mailprogramm einfach abschaltest. Die Plesk-Dokumentation erläutert diese Namensprüfung.

Wenn die Website selbst Nachrichten versendet, etwa für einen Kontaktweg oder Passwortwechsel, braucht sie einen tatsächlich eingerichteten Versandweg. Eine installierte Formularerweiterung beweist keine Zustellung. Prüfe Absender, Empfang und Fehlerprotokoll an einer harmlosen Testnachricht. Bei einer Vorschau kannst du Versand bewusst deaktivieren, bis seine Einrichtung geprüft ist.

SPF und DKIM nicht blind kopieren

SPF beschreibt, welche Systeme für eine Domain als Versandquellen autorisiert sind. DKIM ermöglicht eine Signatur, die empfangende Systeme anhand veröffentlichter Schlüsselinformationen prüfen können. Diese Verfahren haben unterschiedliche Aufgaben. Ihre Werte müssen zum tatsächlichen Versanddienst passen und sollten aus dessen bestätigter Einrichtung stammen.

Wenn mehrere Dienste Nachrichten versenden, etwa Büro-Mail und eine Websiteanwendung, müssen sie gemeinsam berücksichtigt werden. Kopiere keine Beispielwerte aus einem Artikel in deine produktive DNS-Zone. Sie können falsche Versandquellen erlauben oder richtige ausschließen. Lass den vollständigen Versandumfang prüfen und dokumentiere, welche Dienste benötigt werden. Diese Anleitung liefert die Orientierung; die konkrete Konfiguration hängt von deinen Diensten ab.

Drei Prüfungen für den Alltag

PrüfungWas sie zeigt
Externe Nachricht empfangenMX-Ziel und Postfach funktionieren für diesen Test
Nachricht extern versendenVersandweg und Empfang für diesen Test funktionieren
Website-Nachricht auslösenDer tatsächlich eingerichtete Anwendungsversand arbeitet

Teste mit einer externen Gegenstelle, nicht nur zwischen zwei Postfächern auf demselben System. Prüfe Spamordner und Antwortweg. Ein Erfolg ist ein konkreter Testnachweis und keine allgemeine Zustellgarantie für alle Empfänger.

Notiere Datum, verwendete Adresse und Ergebnis ohne sensible Nachrichteninhalte. Bei Fehlern helfen die genaue Zeit und die Fehlermeldung dem Support wesentlich mehr als „Mail geht nicht“.

Bei einem Wechsel alte Daten schützen

Wenn nur die Website umzieht, kann der Maildienst häufig bestehen bleiben. Bei einem echten Mailwechsel müssen vorhandene Nachrichten, Ordner und Einstellungen zusätzlich übertragen werden. Eine MX-Änderung verschiebt keine alten Mails. Auch ein neu angelegtes Postfach enthält dadurch nicht automatisch deine bisherigen Nachrichten.

Der Ratgeber Umzug ohne Mailverlust planen behandelt diese eigene Aufgabe. Wenn du ein gebündeltes Hostingangebot prüfst, lies die Mailangaben gesondert; Webhosting Business wird hier als Werbung für die webhoster.de AG vorgestellt. Ein passendes Websitepaket ersetzt nicht die Prüfung deiner Mailanzahl, Speicherbelegung und erforderlichen Arbeitsabläufe.

Kurz gefragt

Was passiert mit vorhandenen Nachrichten bei einer reinen MX-Änderung?

Deine Aufgaben

Nur was du selbst erledigt hast, zählt. Deine Auswahl bleibt auf diesem Gerät. So funktioniert die Speicherung.

0 von 4 Aufgaben erledigt

Quellen und Stand

Quellen geprüft am 7. Oktober 2026. Technische Beispiele erklären Zusammenhänge; sie ersetzen die Prüfung der eigenen Umgebung nicht.

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